© ARTE/Fred Jamain

Auf dem Weg zu mehr Klimaschutz: Unsere CO₂-Bilanz

Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – und als öffentlich-rechtliches Angebot wollen wir unseren Beitrag leisten. Deshalb hat die ARTE-Gruppe mit ihren Standorten in Straßburg, Baden-Baden und Issy-les-Moulineaux bei Paris eine umfassende CO₂-Bilanz erstellt. Diese Bilanz folgt auch einer gesetzlichen Verpflichtung: Das französische Gesetz verlangt von Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden, ihre Treibhausgasemissionen (THG) zu erfassen. Seit 2023 ist dabei die sogenannte „Kohlenstoffbilanz (Scope 3)“ vorgeschrieben, die alle direkten und indirekten Emissionen des gesamten Produktlebenszyklus umfasst – von der Programmproduktion bis hin zur Nutzung unserer Inhalte durch Sie, unser Publikum.

Wo entstehen die meisten Emissionen?

Unsere Bilanz aus dem Jahr 2023 zeigt: 79,7 % (176.000 tCO2e) unserer CO₂-Emissionen entstehen bei der Nutzung unserer Angebote – also durch die Geräte, auf denen ARTE empfangen oder gestreamt wird. Das ist ein Bereich, den wir nicht direkt steuern können, aber wir nehmen die Verantwortung ernst und suchen nach Wegen, auch hier Einfluss zu nehmen: indem wir über klimafreundliche Nutzungsmöglichkeiten informieren und die technische Infrastruktur, mit der wir unsere Inhalte verbreiten, optimieren. Die weiteren Emissionen verteilen sich wie folgt:

  • 9 % (20.000 tCO2e) unserer CO₂-Emissionen entstehen bei der Verbreitung unseres Programms (Fernsehen und Streaming)
  • 8,5 % (18 800 tC02) bei der Produktion des gesamten ARTE-Programms (u.a. Dreharbeiten, Post-Produktion)
  • 2,8 % (6.300 tCO2e) durch den Betrieb unserer drei Standorte (u.a. Energie, Heizung, Mobilität)

Was tun wir konkret?

Auf Grundlage dieser Daten arbeiten wir daran, unsere eigenen Emissionen zu reduzieren und nachhaltiger zu produzieren. Unser Aktionsplan umfasst unter anderem:

  • Nachhaltige Produktion: Bis 2028 sollen 70 % unserer Programme nach ökologischen Standards produziert werden.
  • Maßnahmen für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in unseren Häusern: Versorgung durch Ökostrom, Heizung auf maximal 19 °C, eine Verschlankung der technischen Infrastruktur in der Straßburger Sendezentrale, vermehrt vegetarische Angebote im Betriebsrestaurant, Förderung umweltfreundlicher Mobilität auf Dienstreisen und Arbeitswegen
  • Nachhaltige Beschaffung in allen ARTE-Häusern: Umwelt- und Sozialkriterien sind Bestandteil aller Ausschreibungen und Einkäufe
  • Optimierung unserer Videoplattform: Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Videoplattform technisch zu optimieren, um ihre Nutzung so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten. Dazu gehören die effiziente Kodierung der Videos und ein nachhaltiges Hosting unserer Inhalte. Mehr Informationen dazu finden Sie hier Für ein verantwortungsbewusstes Streaming

Was können Sie tun?

Da ein großer Teil der Emissionen durch die Nutzung unserer Inhalte entsteht, haben auch Sie die Möglichkeit, einen Unterschied zu machen:

  • Nutzen Sie Ihre Geräte möglichst lange und setzen Sie, wenn möglich, auf wiederaufbereitete Technik (Refurbishing). Wenn Sie neue Geräte anschaffen, wählen Sie energieeffiziente Modelle.
  • Passen Sie Ihre Einstellungen an: in den Einstellungen auf unserer Plattform und in der ARTE-App zeigt Ihnen ein grünes Icon an, was Einfluss auf Ihren Stromverbrauch hat
  • Streamen Sie bewusst: Nutzen Sie, wenn möglich, WLAN statt mobiles Datenvolumen – das spart Energie.